4. Februar 2018

Glyphosat gehört verboten

Orts- und Kreissprecher Victor Rother

Leserbrief zum Artikel „Bauern wollen auf Glyphosat nicht verzichten“ aus dem Weißenburger Tagblatt vom 3./4. Februar 2018

Nach den Ausführungen des Bauernverband Kreisobmanns Fritz Rottenberger und seines Stellvertreters, könnte man sich wohl ebenso bedenkenlos jeden Abend die Zähne mit Glyphosat putzen. Diese Verharmlosung und Bagatellisierung kann nicht unwidersprochen stehen gelassen werden.

Fest steht, Glyphosat ist für eine nachhaltige Landwirtschaft nicht notwendig. Es gibt mechanische Wege um Quecke und Co. von den Feldern zu entfernen, das wissen die Bäuerinnen und Bauern am besten. Rottenbergers Stellvertreter Auernhammer wird mit den Worten zitiert: „Es wird nur das kaputt, was grün ist“. Genau deshalb sind die Auswirkungen verehrend: Es gibt immer weniger ganzjährige Wildpflanzen auf den Äckern und in der unmittelbaren Umgebung. Insektenschwund und der damit einhergehende Rückgang der Vogelwelt sind die direkten Folgen.

Auch der Mensch ist durch den Einsatz von Glyphosat bedroht. In einer Studie des Bund Naturschutzes vom Jahr 2013, konnten bei 70 Prozent der Stadtbevölkerung Glyphosat im Urin nachgewiesen werden. Ich bin der Ansicht, dass egal in welchen Mengen, Pestizidrückstände im menschlichen Körper nichts zu verloren haben. Die Weltgesundheitsorganisation stuft Glyphosat als „wahrscheinlich Krebserregend“ ein. Ich freue mich darüber, dass es im Weißenburger Stadtrat nun ein einstimmiges Votum für ein Verbot von Glyphosat gegeben hat.