junge Welt

Mitglied werden!

Neues Deutschland

DIE LINKE Gunzenhausen gegründet

Heinz Gruber, Uwe Schildbach, Erkan Dinar, Heinz Rettlinger (hinten), Bernd Attmanspacher, Günter Feicht, Ramona Tax

Der Kreisverband der Linken hat einen Ortsverband in Gunzenhausen gegründet und will den sozial Entrechteten auch in der Altmühlstadt ein starker Partner sein. Als Ortssprecher wurde Heinz Rettlinger, Lagerist und Betriebsrat bei Bosch, gewählt. Zum stellvertretenden Ortssprecher bestimmten die anwesenden Mitglieder den Installateur- und Heizungsbauermeister Günter Feicht. Als Beisitzer ergänzt der Finanzberater Bernd Attmanspacher den Ortsvorstand.

In seinem Grußwort begrüße Erkan Dinar als Kreisvorsitzender sieben anwesende Mitglieder. Die sieben sei eine gute Zahl für die Linken in Gunzenhausen, angesichts des Wahlergebnisses von 7,7 Prozent bei den letzten Bundestagswahlen. Rechtzeitig sei die Gründung nun geschehen um noch im Vorfeld der nächsten Kommunalwahlen auch in Gunzenhausen geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für den Stadtrat zu gewinnen.

Als Mandatsträger nahmen Uwe Schildbach als Bezirksrat und Heinz Gruber als Kreisrat der Linken teil. In einem Vortrag ging Ramona Tax als Landesvorstandsmitglied auf die aktuell wichtigsten politischen Themen ein.

Nicht erst durch die jüngste Nuklearkatastrophe seien die Linken in erster Reihe dabei, wenn es darum gehe in breiten Bündnissen den Atomausstieg zu fordern. Hier gelte es in den nächsten drei Monaten den Druck erheblich auf die Bundesregierung zu erhöhen. Die anwesenden Mitglieder stimmten deshalb auch überein sich bei den anstehenden Mahnwachen in Gunzenhausen zu beteiligen und als Linke mit aufzurufen.

In der Kriegsfrage bleibe DIE LINKE weiterhin die einzige friedenspolitische Partei in Deutschland und wende sich gegen den Krieg in Libyen. Der Aufstand in Libyen habe von Anfang an gewalttätige Züge gehabt und sei dadurch in Gänze zu unterscheiden von den Aufständen in Tunesien und Ägypten.

„Statt wie in den letztgenannten Ländern mäßigend auf die an den Konflikten beteiligten Parteien einzuwirken hat die Allianz der Kriegswilligen von Anfang an bewaffneten Kräfte aus monarchistischen, islamitischen und pro-imperialistischen Kreisen unterstützt. Ziel des Einsatzes sind nicht Menschenrechte, sondern das Dürsten nach Öl und Gas“, so Ramona Tax.

Die Kritik von SPD und Grünen an der Bundesregierung ist für die Linken unaufrichtig, weil 2004 noch der ehemalige Außenminister Joseph Fischer für eine Aufhebung des EU-Waffenembargos gegen Libyen gestimmt habe. Die Weltgemeinschaft müsse sofort auf die Waffenstillstandsangebote der libyschen Regierung eingehen und die Aufständischen an den Verhandlungstisch zwingen. Ansonsten drohen noch der Einsatz von Bodentruppen und damit ein langjähriger Bürgerkrieg wie in Afghanistan.

Um kommunalpolitische Positionen für Gunzenhausen auszuarbeiten und die nächsten Schritte zu planen beschlossen die Linken monatliche Sitzungen durchzuführen. Zu ihrer ersten öffentlichen Sitzung laden die Linken am 2. April um 16 Uhr in den Gasthof Zur Altmühlbrücke ein.